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Fakten

Der 18.05.1968 war ein besonderer Tag. Zwar nicht gerade für die Weltgeschichte, dafür aber für mich und meine Eltern, denn am Morgen dieses sonnigen Maitages machte ich mich auf, in Stuttgart das Licht der Welt zu erblicken.

Bereits recht früh erkannte ich, dass  ich noch recht lange auf den Beinen sein werde und  lies mir deshalb alle Zeit der Welt  um möglichst lange sitzend und liegend mein Dasein zu fristen. Die Jahre vergingen und so musste auch ich mich in die Vertikale  begeben um mich von nun an aus eigener Kraft vorwärts zu bewegen.  Im Laufe der Zeit sollte sich dann auch mein Antrieb zu Erkundungen und Reisen  entwickeln. Nachdem ich das Haus sowie Filderstadt-Harthausen ausreichend erkundet hatte machte ich mich  zusammen mit Mario, einem Kindergartenfreund im zarten Alten von 5 Jahren auf um die Welt zu erkunden, allerdings ohne zuvor bei Mama Bescheid zu sagen........

Der Ausflug in die weite Welt endete so auch  durch angestrengte Suche der Eltern kurz vor dem 3 Kilometer entfernten Filderstadt Sielmingen  noch am Abend des selben Tages und damit wurde meine Reisetätigkeit erst einmal  für einige Jahre unterbrochen.

Die folgenden Jahre verbrachte ich dann mit dem Besuch der örtlichen Grundschule und danach des Gymnasiums im Nachbarort. Durch meine Experimentierfreude und die damit verbundene Explosion einer Kaliumchlorat-Phoshpor-Mischung in Papas Bauwagen der im Garten stand hatte ich die Gelegenheit auch einmal die nahe gelegene Filderklinik von innen zu erkunden und  die Urlaube meiner Eltern brachten mich ein wenig in den Süden, aber ansonsten war ich als anständiger Schüler brav zuhause. Mit zunehmender Mobilität führten mich dann einige Urlaube mit Freunden in den Süden Frankreichs doch galt unser Interesse damals eher den menschlichen als den landschaftlichen Schönheiten und den einzigen "Vulkan" den ich damals kannte war die Achalm bei Reutlingen, ein kegelförmiger Hügel, der in Wirklichkeit gar kein Vulkan ist. 2 Schüleraustausche nach Frankreich  und in die USA brachen mich erstmals in die große weite Welt.

Nach der Schule rief dann der BUND und ich entschloss mich,  für 2 Jahre dort hinzugehen zu gehen und die Reserveoffizierlaufbahn einzuschlagen um etwas Geld für das geplante Chemiestudium zu verdienen.  Ich landete bei der Luftwaffe im bayerischen Lechfeld nahe Augsburg und entschloss mich etwas länger dabei zu bleiben. Und weil ich Fliegen wollte wechselte ich im Mai 1989 zum Heer und wurde Heeresflieger, zuerst in Neuhausen ob Eck auf der schwäbischen Alb. Die Ausbildung brachte mich in der folgenden Zeit zur Einzelkämpferausbildung ins fränkische Hammelburg, zur Offizierschule nach Hannover,  und dann nach Bückeburg, ein Landkaff etwa 50 Kilometer westlich von Hannover wo ich auf der Allouette 2  das Fliegen lernte. Ende 1991 kam ich dann nach Neubiberg bei München und studierte bis Ende 1994 Wirtschaftswissenschaften. Während der Studienzeit kam ich dann für 2 Monate nach Phoenix, USA und bereiste den Norden Mexikos. Als frisch gebackener Diplom-Kaufmann ging es dann im Januar 1995 wieder nach Bückeburg und ich lernte das Fliegen erneut, diesmal auf dem BO105 Panzerabwehrhubschrauber und mit den dort erworbenen Fähigkeiten kam ich 5 Monate später nach Roth  bei Nürnberg zum Heeresfliegerregiment 26  wo ich, abgesehen von 5 Monaten in Mostar bei Bosnien auch den Rest meiner Dienstzeit blieb.

Im Mai 1995 besuchte ich dann während eines einmonatigen Urlaubs Mexiko und Guatemala und  wurde am 8. Juni 1995 in der Bergstadt Antigua Guatemala durch Bilder in einem kleinen Reisebüro auf den nahe gelegenen und überaus aktiven Vulkan Pacaya aufmerksam. Ich investierte die 10 Dollar in eine Bergtour  und erlebte ein eindrucksvolles Naturschauspiel des regelmäßig mit kräftigem Donnern leicht ausbrechenden Vulkans. Da glücklicherweise die Steine nur neben und hinter uns landeten überstanden wir die Tour unbeschadet und mein Interesse an Vulkanen was geweckt. Als ich dann im Dezember 1997 die Bundeswehr verlies wollte ich noch nicht gleich mit der Arbeit beginnen und gönnte mir 3 Monate Pause die ich für eine Reise nach Mittelamerika nutzte. Die Reise führte von Panama über Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala nach Belize. Ich klapperte zahlreiche auf der Strecke liegende Vulkane ab und besuchte zum krönenden Abschluss erneut den Pacaya, der diesmal aber etwas ruhiger war und die Beobachtung des Auswurfs faustgroßer Steinchen aus  nächster Nähe direkt am Gipfel zuließ. 

(Ich auf einem philippinischen Dampfer zwischen Manila und Boracay, Nov. 2001)

Dann begann ich im April 1998 bei der DaimlerChrysler AG zu arbeiten wo ich auch jetzt noch als seriöser Vertriebscontroller meine Brötchen verdiene. Zufälligerweise sah ich im Sommer 1998 im Zimmer meines ehemaligen Chefs ein Bild des Vulkan Bromo auf Java. Ich musste also nach Indonesien!!! Im Frühjahr 1999 brachte mich ein beruflicher Aufenthalt dann für 3 Monate nach Thailand, ein wunderschönes Land dem aber leider die Vulkane fehlen. Deshalb besuchte ich im Winter 1998 dann Hawaii, doch die geringe Aktivität des Kilauea war eher enttäuschend. Ich hatte die Vermutung, dass der dauernde und überaus heftige Regen die Glut des Vulkans gelöscht hatte, doch namhafte Vulkanologen bezweifeln diese Theorie nach wie vor. Der folgende Urlaub wurde dann genutzt um das Bild meines damaligen Chefs in Natura zu sehen und ich flog für 3 Wochen nach Indonesien. Zuerst alleine unterwegs besuchte ich dann den Bromo in der mächtigen Tenger Caldera im Südosten der Insel Java. Ein gigantisches Panorama erwartete mich beim Sonnenaufgang in 2300 Metern Höhe. Der einige Kilometer entfernte und etwa 3600 Meter Hohe aktive Semeru Hintergrund stieß  in mehr oder weniger regelmäßigen  Abständen kleine Aschewolken in den Himmel, doch leider reichte die Zeit mir nicht um diesen mächtigen Berg zu besteigen und auch der Weg zum Kawa Ijen mit seinem berühmten Schwefelabbau war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Schade!!!! Auf Bali traf ich dann noch 4 weiter Freunde und gemeinsam besuchten wir neben einigen ruhenden Vulkanen den Batur, der zu dieser Zeit ungewöhnlich aktiv war und in unregelmäßigen Abständen Aschewolken bis zu 200 Meter gen Himmel beförderte. Wir näherten uns bis auf 10 Meter an die Eruptionsspalte, was schöne Bilder einbrachte, mussten aber nach einer größeren Eruption mit bis zu einem Kilometer weit fliegenden Bomben während des Rückwegs erkennen, dass wir diese  Tour nur deshalb unbeschadet Überstanden weil wir mehr Glück als Verstand hatten.

Bei dieser Tour wurde dann auch Bernd Biedermann, ein Freund aus glücklichen Schultagen, auf Vulkane aufmerksam und als im Juli 2001 dann der Ätna ausbrach machten wir uns auf die Socken und flogen gen Süden. Allerdings flogen wir erst 3 Wochen nach er ersten Tätigkeit und wir vergaßen, dass in Italien im August nicht nur die Fabriken sondern auch die Vulkane ihre Arbeit einstellen. So sahen wir lediglich erkaltete aber noch dampfende Lavafelder des kurzen Ausbruchs und am Gipfel des über 3000 Meter hohen Ätnas sahen wir wegen dichtem Nebel leider gar nichts, nicht einmal die Abbruchkante zum Krater. Deshalb brachen wir vorsichtshalber kurz vor Erreichen der sicherlich nicht allzu stabilen Abbruchkante unser Vorhaben ab und setzten zum Rückmarsch an. Der Stromboli entschädigte uns aber mit schönen Eruptionen die wir aus sicherer Entfernung beobachteten. Ein Erlebnis wie am Batur wollten wir nicht wiederholen, auch wenn es uns in den Füßen juckte, uns weiter an den aktiven Krater anzunähern.

Im Winter des selben Jahres ging es dann noch für 3 Wochen auf die Philippinen wo ich die Laharfelder des Pinatubos und den Taal besuchte. Während aber wetterbedingt ein Aufstieg zum Pinatubo nicht möglich war, konnte man den Taal ohne große Mühe besteigen. Leider konnten das eine nicht zu geringe Anzahl japanischer Pauschaltouristen auch, so dass das Panorama der Kaldera  auf der kleinen Taal Insel inmitten des riesigen Taalsees durch hektische Betriebsamkeit etwas gestört wurde. Ein Bootsausflug zum nahezu nicht besuchten und erst im Jahre 1965 entstandenen Krater im Südosten der Insel zeigte mir, dann aber die ruhige Seiten der insgesamt eher verschlafenen Insel.

Bereits im Jahre 1997 führte mich die Internet-Recherche zum Erta Ale. Der aktive Lavasee machte mich sofort neugierig. "Da muß ich hin", dachte ich dann aber kam sehr schnell die Frage "Wie komme ich da hin?" und vor allem "komme ich von dort auch wieder lebend zurück?". Eine Reise nach Äthiopien schien mir damals auf  Grund der angespannten politischen Lage und teilweise wenig fremdenfreundlichen Wüstenvölker mehr als abwegig. Als mich Google mit aber dem Suchbegriff "Vulkanreisen" auf die VEI-Internetseite von Christoph Weber brachte und dort eine Erta Ale Reise angeboten wurde, wurde ich noch neugieriger und so kam es, dass ich  am 23. November 2002 aufbrach um mit diesem einmaligen Berg den Pacaya als meinen bisherigen vulkanischen Höhepunkt zu ersetzten.

Soweit der im Jahre 2003 geschriebene Text, im Juni 2004 bastle ich wieder mal an der Homepage.

Nun, dieser Höhepunkt wurde bisher zwar noch nicht getoppt, aber weitere Reisen zum Ol Donyio Lengai in Tansania, Santa Maria / Santiaguito und Pacaya in Guatemala, Popocatepetl in Mexico, sowie Sibayak und Lake Toba auf Sumatra und natürlich mal wieder Ätna und Stromboli im nahen Italien  ergänzen  die nun schon recht lange Liste  besuchter Vulkane.

Im August 2004 folgte noch eine Reise nach Indonesien (Java, Bali, Sumbawa, Flores) bis zum weithin unbeachteten Vulkan Egon auf Ostflores und im November/Dezember 2004 besuchte ich im Kurztrip in Costa Rica die Vulkane Irazu, Poas und Arenal ein zweites Mal.

Nun schreiben wir das Jahr 2011 und ich nehme wieder einmal meine Schreibtätigkeit auf.

2006 führte mich eine Vulkanexpedition ins ferne Vanuatu, eine südpazifische Inselgruppe mit mehreren aktiven Vulkanen.  Ambae, Lopevi und der Ambrym waren leider etwas enttäuschend und verregnet aber dafür entschädigte  der Vulkan Yasur auf Tanna zu 100%. Mit  donnerndem Getöse wurden Schrankgroße Steine mehrere Hundert Meter hoch in die Luft befördert. Ein eindrucksvolles Schauspiel bot sich an einem  recht einfach zu besteigenden Vulkan. Daneben besuchte ich mal wieder Guatemala (Vulkan Pacaya und Santiaguito) sowie Stromboli. Eine Asien-Reise  brachte mich noch einmal nach Singapur, Hongkong und Thailand.

2007 dann wieder Guatemala ( Stromboli, Fuego/Acatenango, Santiaguito und Santa Maria) sowie Stromboli und den Ätna,  Im November führte mich die Hochzeitsreise nach Hawaii und wir besuchten die  dortigen aktiven und inaktiven Vulkane auf Maui und Big Island.

2008 war dann mal wieder Äthiopien dran. Der Erta  Ale sowie der Dalol wurde in einer 2-wöchigen Reise besucht.  Es hat sich viel geändert. Touristen kommen regelmäßig, man kommt deutlich einfacher hin und findet leider schon überall Müll vor.  Im Sommer war dann noch einmal der Ätna ( nix los) und der Stromboli dran. Im 5-Minuten-Takt zeigte sich der Stromboli von seiner allerfeinsten Seite. Mein bester Stromboli-Aufenthalt  bis heute (2011).

Ende 2008 kam dann die kleine Anna auf die Welt und die Reisetätigkeit ist seitdem etwas geringer. Neben der Schweiz geht es aber jedes Jahr  einmal in Richtung Ätna und Stromboli. 2009 war ich mit Bernd Biedermann am Ätna. Wir hatten gerade noch Glück und erwischten ihn Ende Juni kurz bevor die Flankeneruption nach fast einem Jahr seine Tätigkeit völlig einstellte. So sahen wir wenigstens einen kleinen aber schönen Lavafluss. 2010 am Stromboli war dann aber leider totale Fehlanzeige. Wir erklommen den Pizzo nachts mit über 25 kg Gepäck und Proviant für 2 Tage aber stiegen am selben Tag  bereits wieder ab. Die Aktivität war derart  schwach, dass wir uns entschlossen , uns dann doch besser wieder in Richtung Komfort zu bewegen  und am Abend die deutsche Nationalmannschaft beim Spiel um den 3. Platz am Fernseher in einer Kneipe auf Vulcano zu unterstützen.

Im November 2010 kam dann Sohn Nico zur Welt und  heute ist er schon ein richtiger Brummer mit seinen 4 Monaten und über 8kg.